Mit ’nem grünen Tarnanzug im verschneiten Monbachtal!!!
(Konfi-Freizeit im Monbachtal 2005)

Achtung: Ausbilder Schmidt lässt grüßen. Es darf gerne gelacht werden!!!

  • Teil 1: Das Verweigern und seine Folgen!!!

Vom 11. bis 13. Mrz fand die diesjährige Konfi-Freizeit der evang. Kirche Eutingen im Monbachtal statt.

Da wir jedes Jahr dorthin gehen und es doch des Öfteren Komplikationen gibt, wollte ich zum ersten Mal verweigern! VERWEIGERN – jawoll! Da ich von dem Bundeswehrdienst befreit wurde und nicht verweigern konnte (vielleicht auch nicht verweigern wollte, aber dann einfach nicht durfte – EGAL!!!), witterte ich meine erste Chance, den KONFI-DIENST zu verweigern. Doch unser Diakon, Henning, ließ mich nicht! Es war für ihn ja schon genug, dass in der Woche vor der Freizeit plötzlich neun Konfirmanden verweigerten, gut – manche verweigerten aus Krankheitsgründen, manche aus terminlichen Gründen, manche aus LUST-igen Gründen, d.h. manche hatten keine LUST! So musste ich mit und wurde auch gleich „bestraft“: die anderen Leiter teilten mich ein für die Anspiele. Also, was lernen wir daraus: „Verweigern“ ist ein schlimmes Wort. „ZIVI –Sein“ ist noch schlimmer. Aber am schlimmsten ist es, als „Gemeinde-Ersatz-ZIVI“ für Konfi’s in Anspielen mitmachen zu müssen…

Da ich mich aber gut tarnen konnte, war das nicht so schlimm. STICHWORT TARNEN: Es gab doch tatsächlich jemand, der meinte, er müsse sich auf der Freizeit mit ’nem grünen Tarnanzug schützen. Ich fand die Idee gut! Nur dachte ich, wenn überall Schnee liegt, ist vielleicht ein grüner Tarnanzug nicht gerade passend! Aber EGAL!!!

  • Teil 2: Das Musik-Machen und seine Folgen!!!

Tja, als Trommler hat man es nicht gerade leicht, v.a. wenn man ein elektronisches Schlagzeug hat, auf das man zwar draufschlagen kann, aber dann nichts hört. Gut, man kann mit Kopfhörer spielen oder auch ein eigenes Mischpult haben. Danke Jürgen (Techniker Historymaker)!!! Also, hörte ich mich doch und konnte mich nicht weigern zu spielen. Blöd ist es dann nur, wenn man plötzlich feststellt, dass trotz eigenem Mischpult kein Ton zu hören ist. Vielleicht sind die Schlagzeuger auch schwerhörig, dachte ich mir und drehte am Lautstärkenregler bis zur obersten Grenze. Ich hörte aber immer noch nichts. Vielleicht sind die Schlagzeuger eher ungeschickt, dachte ich dann. War das Netzkabel vom Mischpult einfach nicht angeschlossen! EGAL! Die Konfirmanden fanden das gar nicht schlimm und klatschten mit. Sogar auf der Zwei und der Vier. Achtung: Nur in der Volxmusik und in manchen strahlenden Gemeinden in Pforzheim wird auf der Eins und der Drei geklatscht! Mann, dacht ich mir, das macht ja richtig Spass! Die Konfirmanden sind voll und ganz dabei. Okay, jetzt heißt es: weitertrommeln, auch wenn ich mich nicht höre.

Doch wurden die Musiker immer weniger: von vier eingeplanten kamen nur drei, wobei einer davon auch noch einen Tag verhindert war. Bei Musikern spricht man übrigens nicht von verweigern, sondern von behindert, äh, verhindert sein… Aber es funktionierte auch mit zwei Musikern ganz toll, wobei wir auch noch Verstärkung bekamen: am Mikrofon fand sich u.a. die Frau unseres Diakons ein und feuerte die Konfirmanden an. Danke Simone!!! Das war die coolste Lobpreiszeit seit Jahren!!! Da blieb kein Auge trocken …

Dass das Lied „Etwas in mir“ Kultstatus erhielt, verstehe ich nicht, gab es doch gewisse Neben- oder Störgeräusche (nein, Streichorchester hatten wir nicht dabei!!!). Die klangen eher wie die Schreie eines im Urwald kletternden, menschenähnlichen Wesens: Uh! Uh! Aber toll, wenn die Konfirmanden das Lied auch ohne Begleitung von Instrumenten (das nennt man glaub ich „A Cappella“ und bedeutet, die Musiker haben ihren Einsatz verpasst!!! Normalerweise macht das sonst immer nur die Sängerin! EGAL!) als Geburtstagsständchen für jemanden singen!

  • Teil 3: Der entscheidende Abend und seine Folgen!!!

Am Samstag ist der Entscheidungs-Abend! Die Konfirmanden werden darauf hingewiesen, dass Gottes Angebot für ihr Leben steht: mit IHM als Freund und Retter ein spannendes und verheißungsvolles Leben leben. Mit Power-Point-Strichmännchen wird das so anschaulich und ergreifend dargestellt (danke Ellen!!!)! Das eine Strichmännchen hatte zwar keinen Strich als Bauch, sondern einen richtigen Bauch als Bauch. Das erinnerte mich an jemanden, naja! EGAL! Als Drummer kann man auch mit richtigem Bauch trommeln …

Einige Konfirmanden wollen ihr Leben Jesus anvertrauen! Der spannendste Moment auf der ganzen Freizeit! Besonders schön ist es, wenn einige Konfirmanden sich entscheiden, die man auf der Freizeit lieb gewonnen hat!

Die Freude ist groß! Die Freizeit hat ihren Höhepunkt erreicht! Bei den darauf folgenden Mahlzeiten entstehen die witzigsten Situationen. Es werden Tränen gelacht (5 min und 42 sec lang, hab’s zwar nicht gestoppt, aber errechnet! Der Erschöpfungszustand eines gewissen Wilms nach dem Lachen hatte sich um 53 % gesteigert. Er weigerte sich vor Erschöpfung, sein Teller leer zu essen. Obwohl – er hatte sowieso schon fünf Teller Kartoffelgratin verschluckt… EGAL!!!

Auch jetzt noch – Tage und Stunden später – muss ich immer noch lachen. Es war ein Erlebnis der besonderen Art. Jetzt kann ich nicht mal mehr das Lachen verweigern. EGAL!!!

Gott sei’s gedankt!!!!! Danke, dass ich das erleben durfte!!!

Ulli Baral